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Fund eines über 300.000 Jahre alten Stoßzahns im Schöninger Tagebau

THW hilft bei sensationellem Neufund in Schöningen

Im Braunkohletagebau bei Schöningen wurde 1994 ein 300.000 Jahre alter Schlachtplatz mit Pferdeknochen an einem ehemaligen Seeufer entdeckt. Darauf ließ schließen, dass der Heidelbergmensch, der Homo heidelbergensis, ein geschickter Pferdejäger war.

Nun scheint der aktuelle Fund im Tagebau das Bild vom frühen Menschen erneut zu verändern. In den Ufersedimenten wurden nun eine Rippe und ein über zwei Meter langer, vollständig erhaltener Stoßzahn eines Waldelefanten entdeckt.

Die über 300.000 Jahre alten Fundstücke sind so gut erhalten, dass Schnittspuren von Feuersteinartefakten zu erkennen sind, diese sprechen für menschliche Aktivitäten. Ende August erreichte den THW Ortsverband Schöningen der Hilferuf des Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege, Referat Jägerische Archäologie durch den technischen Leiter Herrn Dipl.-Ing. (FH) Jens Lehmann.

Er bat um Mithilfe bei der Bergung des o.g. Stoßzahns, da dem Ausgrabungsteam keine Möglichkeiten zur Verfügung standen, den Sedimentblock mit ca. 1,5 t Gewicht zu heben und zu bewegen. Zugführer Lars Winter und die stellvertretende Ortsbeauftragte Nina Germer-Specht trafen sich daraufhin mit Herrn Lehmann und dem Ausgrabungsteam vor Ort. Nach Besichtigung der Fundstelle wurde im OV Schöningen beschlossen, den Sedimentblock zu bergen.

Zu den Ausbildungsdiensten Donnerstags wurden daraufhin mehrere verschiedene Möglichkeiten ausprobiert, um den Block zu heben und ihn dann auf einem Anhänger zu transportieren. Das Ausgrabungsteam unter der Leitung von Wolfgang Mertens fertigte einen Transportkasten an, der um den Sedimentblock gelegt wurde, um ein Auseinanderbrechen zu verhindern. Desweiteren wurde eine Stahlplatte unter die Transportkiste getrieben, damit der Block in einem Ganzen gehoben werden konnte.

Anfang Oktober war es dann endlich so weit. An einem Donnerstagsdienst bauten die Kameraden den Gerüstbausatz so auf, dass der Block mit Greifzügen angehoben werden konnte. Den daruaf folgendem Samstag Morgen machten sich elf Helfer auf den Weg zur Ausgrabungsstätte.

Nach mehreren Stunden war es dann geglückt. Dder Stoßzahn war samt Sedimentblock auf dem Anhänger und bereit, die weitere Fahrt in das naheliegende paläon - Forschungs- und Erlebniszentrum Schöninger Speere auf sich zu nehmen.

Einen weiteren Nachmittag sollte es dauern, den Anhänger mit seiner kostbaren Fracht die 6 Meter Höhenunterschied mit Muskelkraft und Greifzug zu überbrücken.

Am 22. Oktober wurde der Fund im paläon in einer Pressekonferenz durch Herrn Dr. Florian Westphal, Leiter des Erlebniszentrums paläon, Herrn Hon. Prof. Dr. Winghart, Präsident des Nds. Landesamt für Denkmalpflege (NLD), Herrn Prof. Dr. Thomas Terberger vom NLD und Herrn Prof. Dr. Nicolas Conard von der Universität Tübingen und der Nds. Ministerin für Wissenschaft und Kultur Frau Gabriele Heinen-Kljajić der Presse vorgestellt.

Seitens des THW waren bei dieser Pressekonferenz der Geschäftsführer der Geschäftsstelle Braunschweig Ewald Langstein, die stellvertretende. Ortsbeauftrage Nina Germer-Specht und der Zugführer Lars Winter.

Einen ausführlichen Bericht über den Fund gibt es auch auf den Internetseiten des NDR: https://www.ndr.de/kultur/geschichte/Sie-duerfen-dem-Elefanten-auf-den-Zahn-fuehlen,waldelefant106.html

Alle Fotos dieser Fotostrecke könne durch anklicken vergrößert werden. Man kann auch bei Bild 1 starten und sich dann durchklicken.

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