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THW aus dem Landkreis Helmstedt im Schnee-Einsatz auf der A2

Robuster Winter-Einsatz mit allem, was ziehen kann

(A2 Magdeburg-Helmstedt, 16.-17.12.2010)

THW-Helfer bei Schneeräumarbeiten

Mit einem umfassenden Wintereinsatz halfen die Einsatzkräfte der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) aus dem Landkreis Helmstedt in der Nacht von Donnerstag auf Freitag der Autobahnpolizei dabei, den Verkehrsfluss wieder herzustellen. Nach einem LKW-Brand und durch einsetzenden Schneefall waren etwa 500 Lkw und zahlreiche Pkw vor der Lappwaldhöhe stecken geblieben, zwei der drei Fahrspuren in Richtung Westen waren über Stunden völlig blockiert, auch auf der dritten Fahrspur ging es nur stockend voran. Der Rückstau reichte über zwanzig Kilometer weit bis zum Magdeburger Kreuz. Auch die parallel verlaufende B1 war durch "ruhenden Lkw-Verkehr" über weite Strecken nicht passierbar.

"THW Helmstedt und Schöningen sofort zum Einsatz auf die A2", lautete die knappe Alarmierung der Leitstelle gegen 23 Uhr, nachdem die Fachberater des Ortsverband Schöningen Alarm auslösen ließen. Bereits um Mitternacht hatten sich die blauen Vielzweckfahrzeuge des THW von Westen her an den Anfang des Staus herangetastet und arbeiteten sich mit Schleppeinsätzen in Serie Schritt für Schritt in Richtung Osten voran.

"Mit Differentialsperre und Allradantrieb bedeutet das selbst auf eisglatter Fahrbahn für unsere Fahrzeuge und Fahrer in der Regel kein roblem“, erläuterte der Schöninger Zugführer Lars Winter, „ wir sind hier mit den gleichen Mitteln ausgestattet, wie die Kameraden in den südlichen Bundesländern, für die der Straßeneinsatz im Rahmen der örtlichen Gefahrenabwehr zum Alltag gehört und unsere Ausbildung ist bundesweit einheitlich."

Zahlreiche Fahrzeuge waren im Bereich der Auffahrt Alleringersleben auf ansteigender Fahrbahn nicht mehr in Fahrt gekommen, so dass sich in Windeseile ein Stau gebildet hatte. Die Großfahrzeuge standen dicht bei dicht und selbst Räum- und Streufahrzeuge, die aus Richtung Magdeburg auf dem Weg waren, lagen hilflos im Stau fest. Mehr als zwölf Stunden steckten die Kapitäne der Landstraße zum Teil schon in der misslichen Situation.

Zugkräftige Gerätekraftwagen und Mehrzweck-LKWs aus den THW-Ortsverbänden Helmstedt und Schöningen nahmen vor dem Stau Aufstellung, stießen einer nach dem anderen zu den festsitzenden Brummis zurück, koppelten an und schleppten die Schwergewichte der Landstraße einen nach dem anderen auf ebene, freigeräumte Stellen, wo sie wieder aus eigener Kraft Fahrt aufnehmen konnten.

Manchmal ging es nur noch millimeterweise voran, und wenn die freizuschleppenden Fahrzeuge zu großen Widerstand entgegensetzten, musste schon mal der Schöninger THW-Unimog als zweites Zugfahrzeug vorgekoppelt werden. In Ermangelung von Streusand und Splitt diente oft genug mit dem Besen in die glatte Fahrspur gefegter Schnee als Griffmittel für grobprofilige THW-Reifen – doch schließlich rollte der Verkehr auf der Autobahn in Richtung Westen wieder.

Anschließend konnte selbst die Bundesstraße 1 entlastet werden: "Wir ziehen die aus allen Richtungen her angeströmten und sich gegenseitig blockierenden Fahrzeuge auf die Autobahn hoch und bringen sie in Fahrt, wie man einen Korken aus der Flasche zieht", war die taktische Empfehlung eines THW-Fachberaters. Zugleich blieben die Zufahrten gesperrt, bis der Winterdienst wieder für passierbare Fahrbahnen sorgen konnte.

Mit einsetzender Morgendämmerung zeugten nur noch zerfahrene Schneemassen und einige eisglatter Stellen von dem nächtlichen Ausnahmezustand. Die THW-Helfer fuhren gegen Mittag mit ihrem schweren Gerät zurück in die Standorte, wo sie alles fürs nächste Mal vorbereiteten und sich bei einer kräftigen Mahlzeit stärken konnten, denn nach dem Einsatz ist vor dem Einsatz heißt der alte THW-Grundsatz.

Fotostrecke

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Text: Harald Werner, Helfer, THW OV Schöningen


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