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Erfolgreich in Schönebeck

(Alle Bilder können durch anklicken vergrößert werden)

Von unseren Funkalarmempfänger wurden wir in der Nacht des 15. auf den 16.8.02 um 4.00 Uhr aus dem Schlaf gerissen und einige auch von der Nachtschicht geholt.
"Hochwasseralarm"
Einsatzauftrag : Unterstützung der Einheiten in Schönebeck

Wir starteten mit allem was der Ortsverband hergab weil niemand wusste was uns erwartet. In Schönebeck angekommen wurden wir erst einmal in unsere Quartiere geführt und nachdem wir uns "häuslich" in einer Turnhalle eingerichtet haben,fuhren wir zu unserem ersten Einsatzort.

Foto Es galt den gesamten Ort gegen die Elbeflut auf der östlichen "Verteidigungslinie" zu schützen. Unsere Aufgabe bestand darin auf einem ca. 2 km langem Abschnitt Sandsackwälle zu errichten. Diese Arbeit wurde zum größten teil von der Bundeswehr, der Feuerwehr und Hunderten von Freiwilligen verrichtet, so das unsere Helfer den Anfang machten und der weitere Verlauf größtenteils nur noch aus Koordinationsaufgaben bestand. Auch der Bau von Aqua Barrieren war unsere Aufgabe. Sie wurden extra aus Köln gebracht und wir bauten sie auf. Gegen 23.00 Uhr konnten wir zufrieden in die Turnhalle zurückkehren.

Am frühen Morgen des Samstages wurden wir hastig geweckt und es ging in Alarmfahrt zu einer ausgefallenen Pumpstation wo die Strasse schon unter Wasser stand. Die Infrastruktur setzte das 30 KVA Aggregat und drei 800 l Tauchpumpen ein um dem Wasser Herr zu werden. Ab Mittag übernahm der Zugführer Michael Gruppe mit seinem Stellvertreter Lars Winter den Meldekopf in der Schule wo sich alle Einheiten anmelden und von dort aus auch koordiniert werden. Den Zug übernahm jetzt der erfahrene Gruppenführer Jörg Szterbin und alle Führungskräfte rutschten eine Stufe höher. An Schlaf war im Meldekopf nicht zu denken es wurde rund um die Uhr dort gearbeitet.Die Einheiten wurden so eingeteilt das sie wenigstens 8 Stunden Ruhe bekamen, bevor sie wieder raus mussten.Jedoch war es nicht immer möglich.

Foto Als der Scheitelpunkt der Flutwelle Schönebeck erreichte wurde alles mobilisiert, der Deich in der Altstadt ist gewandert, 70 cm aber er bestand nur aus Sandsäcken und es war der tiefste Punkt im Ort.Es wurden in Windeseile dort ca. 35 LKW Ladungen Sandsäcke Verbaut um ein Brechen zu verhindern. In der Nacht wanderte er nochmals um ca. 80 cm und wieder war Grossalarm. Diesmal wurden zusätzlich Betonpoller mit THW-Tiefladern herangeschafft und wir hatten eine Siegerlinie! Im weiteren Verlauf des Einsatzes bestand unsere Aufgabe darin, die Deiche zu überwachen und zu beleuchten. Am Donnerstag wurde der Ortsverband Schöningen ausgelöst und zur Einsatzbereitschaft nach Schöningen verlegt. Der Zugführer und der nachgeforderte Ortsbeauftragte blieben vor Ort um diesen Einsatz weiterhin zu koordinieren.

Doch die Ruhe täuschte für die Schöninger, noch vor ihrer Abfahrt in den Standort erreichte sie der nächste Einsatzbefehl, Einheiten in Dessau abzulösen. Der Zugführer folgte ihnen am kommenden Montag mit dem MLW der Infrastruktur um die Führung wieder zu übernehmen. Foto

Unsere Aufgabe bestand darin im Ortsteil Waldersee ausgelaufenes Heizöl aus den Kellern abzupumpen. Dieser Ortsteil wurde nachts evakuiert weil dort der Damm brach und stand teilweise 2 m unter Wasser. Es bot sich ein Bild des Grauens, tote Tiere, Heizöl auf den Strassen und in den Kellern und kontaminiertes Wasser. Nach jedem Tag wurden Helfer und Fahrzeuge Desinfiziert (Dekontaminiert).

Die Zusammenarbeit mit den dort eingesetzten Feuerwehren und THW Einheiten klappte auch dort tadellos.

Am letzten Tag waren wir mit unserem Zug und allen Tauchpumpen damit beschäftigt ein Neubaugebiet in Horstdorf trocken zu legen, wir wurden von einem anderen Ortsverband um Unterstützung gebeten.Das Wasser dort hielt sich in einer tieferen Ebene auf und konnte alleine nicht abfließen.

Nachwort des Zugführers

Emotionen wie in diesen Einsätzen kann niemand beschreiben. Die Dankbarkeit der Menschen in Schönebeck und in den anderen Einsatzgebieten war etwas was man selbst erlebt haben muss. Ich bedanke mich an dieser Stelle bei allen Kameraden für den Zusammenhalt in der Truppe und für die geleistete Arbeit die Hand in Hand ging !

Michael Grupe
Zugführer

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